Ankunft in Pisa – Sind wir hier richtig?

Pisa, Pisa – nein, wir wollen hier keine Studien durchführen! Früh am Morgen sind wir zum florentiener Bahnhof geschlendert und haben (mehr oder weniger spontan) zwei Bahntickets für die Hin- und Rückfahrt nach Pisa gekauft. Zu meiner großen Überraschung hat das sogar ohne Probleme funktioniert. Vielleicht liegt das aber auch am italienischen Flair – alles ist irgendwie entspannter und das Wort „Problem“ kommt nicht so richtig vor, es passt halt alles irgendwie schon (und wenn nicht wird es passend gemacht). Für ca. 13 Euro pro Person konnten wir ein Ticket ergattern und den Bahnsteig betreten. Vor unserem Einstieg in den zug wurden wir von einer Angestellten abgefangen, die unsere Tickets kontrollieren wollte – alles kein Problem. Der Zug war leer, wir waren quasi di einzigen Passagiere, die Klimaanlage lief auf voller Tour und der Zug war ungemein modern und wirkte fast so, als sei er noch nie benutzt worden.

So setzten wir uns gen Pisa in Bewegung. Auf der Fahrt konnten wir ein paar Blicke auf das Italien erhaschen, das jenseits des Tourismus lebt – und manchmal hat es mich ein bisschen schockiert. Die Häuser sind manchmal mehr notdürftig zusammengeflickt, am bröckeln und schief, es leigt viel Müll im Gleisbett und in diesen Spätsommertagen scheint die ganze Pflanzenwelt vertrocknet. Es scheint mir ein Wunder, dass hier nicht ständig alles Feuer fängt.

Die Fahrt dauert nicht lange, etwa eine dreiviertel Stunde (und da wir nicht mit der deutschen Bahn fahren gibt es auch keine Verspätung).

Da sind wir nun, in Pisa.

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Der Bahnhof wirkt etwas kahl und die Stadt wirkt ein bisschen verlassen. Sind wir hier wirklich richtig? Ja… die Schilder sagen „ja“…

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Eine vorausschauende Planerin die ich (meistens) bin habe ich mir auch eine Wegbeschreibung ausgesdruckt, wie man zu Fuß vom Bahnhof zum schiefen Turm kommt (denn deswegen sind wir ja hauptsächlich hier). Mutig wagen wir uns voran – leider können wir keinen Touristenmassen oder japanischen reisegruppen folgen, denn niemand ist hier (sind wir vielleicht zu früh gefahren?).

Es dauert nicht lange und wir entdecken wiedermal den Beweis dafür, dass Italiener es schaffen unse deutsche Sprache kreativ zu übersetzen ( Das Da Vinci Museum lässt grüßen!).

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Pisa überzeugt mich immer mehr!

Die Gassen bleiben karl, das sanfte Licht des Südens das ich so liebe scheint zu fehlen -ein strahlend blauer Himmel leuchtet über uns. Die Fassaden der Häuser sind recht schmucklos und prächtige Bauten suche ich verzweifelt. Einen ersten Lichtblick bildet der Arno, den wir überqueren müssen.

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Es geht noch ein bisschen weiter, ganz leicht aufwärts, ehe sich uns ein malerischer Ausblick eröffnet, der nicht real zu sein scheint: Da liegt das Wahrzeichen der Stadt vor uns, das so ziemlich jeder schon einmal auf einer Postkarte oder sonstwo gesehen hat – das Motiv um lustige Fotos zu schießen! Wir lassen und schließlich doch begeistern (aber nur vom schiefen Turm, nicht von der Stadt).

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Wenn ihr nicht ganz so spontan sein wollt wie wir, könnt ihr euch auch hier darüber informieren wann Züge nach Pisa fahren (von beliebigen Punkten aus), wie viel das kostet und wie lange das dauert.

– Eure Weltenbummlerin ♥

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  1. […] niedlich ist, denn viele deutsche Übersetzungen hier waren mal wieder katastrophal – wie in Pisa und im Leonardo da Vinci […]

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