Wat Saket Ratcha Wora Maha Wihan – oder einfach: Der Besuch des Golden Mount

Bereits bei unserer Ankunft ist er uns aufgefallen, wie er golden glänzend über der Stadt trohnt: Der Wat Ratcha Wora Maha Wihan – besser bekannt als Golden Mount. Bereits der Hinweg war ein kleines Abenteuer. Sehen kann man den Berg nämlich von überall – aber wie kommt man da jetzt eigentlich hin? Erster Hinweis: Der Berg ist ausgeschildert. Eigentlich nicht schlecht. Die richtige Straße haben wir auch schnell gefunden, trotzdem sind wir am Eingang vorbeigelaufen, was daran liegen könnte, dass wir einen Seiteneingang genommen haben (Gibt es überhaupt einen Haupteingang?). Wir quetschen uns zwischen kleinen Garküchen und Ständen durch ein kleines Gitter, direkt gegenüber einer Teakholzschreinerei, die wunderschöne handgearbeitete Türen herstellen. Wir stehen nun auf einem breiten, hellen Weg, auf der einen Seite Gebäude (die aber sehr geschlossen aussehen) auf der anderen Seite üppige Bepflanzung am „Berghang“. Da ist also schon einmal der Berg – aber wie kommt man da jetzt hoch?

Wir folgen dem Weg und umrunden den Berg somit fast einmal komplett, ehe wir an ein größeres Tor kommen, an dem auch belebtere Gebäude zu finden sind. Zwei Mönche sitzen im Kassenhäuschen, das neben dem Fuß der Treppe steht, das den Golden Mount hinaufführt. Es werden ganze 20 Baht fällig (ca. 50 Cent). Zur Sicherheit lasse ich meinen Freund das Geld übergeben (ich habe irgendwo gelesen, dass Mönche Frauen nicht berühren dürfen – da will ich kein Risiko eingehen). Und so beginnt er, unser Auftsieg. 318 Stufen geht es nach oben (mittlerweile kennen wir das ja ganz gut, man könnte fast glauben, dass wir gerade zu magisch von Stufen angezogen werden – vgl. Der Auftsieg in die Kuppel des Petersdoms und der Aufstieg des Torre di Arnolfo). 318 Stufen erscheinen gerade zu lächerlich, verglichen mit anderen Aufstiegen, die wir schon unterneommen haben. Und wir sind ja noch jung und sportlich *hust*. 79 Höhenmetern bei 35°C im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit zurückzulegen ist aber schon ein bisschen was anderes.

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Zunächst werden wir von üppigem Grün begrüßt. Ein kleiner Bachlauf vrläuft neben dem Weg und ein kleine künstliche Wasserfälle sorgen für ein schönes Flair. Überall stehen kleine Statuen und man kann bunte Pflanzen bewundern. Daszu kommt, dass dieser Abschnitt des Weges schattig und kühl ist. Einfach wunderbar um eine Auszeit von der Großstadt zu nehmen!

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Es folgt eine kleine Plattform mit einer Reihe großer Glocken. Besucher und Möche laufen an ihnen vorbei und bringen sie zum Klingen. Wir haben das ganze ersteinmal nur betrachtet, da uns noch nicht ganz geläufig ist, warum man das genau macht und was es bedeutet. Ich bin immer sehr vorsichtig, wenn es um religiöse Gefühle in fremden Kulturen geht – da möchte ich lieber nichts falsch machen, wenn ich über die Praktiken nicht richtig informiert bin.

Weiter geht der Aufstieg, immer höher. Der Schweiß läuft, meine Kehle wird immer trockener – warum habe ich nur nichts zu trinken mitgenommen? All solche Gedanken kreisen mir durch den Kopf, während ich immer höher steige. Oben angekommen werde ich mit einem wundervollen Ausblick über ganz Bangkok bezahlt.

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Wir betreten einen kleinen Bau auf der Spitze des Berges – ganz untypisch für thailändische Verhältnisse wird hier extra darauf verwiesen, dass wir unsere Schuhe anlassen sollen. Ich muss das Schild dreimal lesen, um mir ganz sicher zu sein und mit meinen Schuhen das Gebäude zu betreten.

Wir stehen mehreren budddhsitischen Schreinen gegenüber, an denen die Thais auch schon rege beten. Eine kleine Gruppe schüttelt eine Dose mit Stäbchen, bis eines hinausfällt. Das Geräusch erfüllt den Raum. Wie wir später erfahren, verraten einem die nummerierten Stäbchen die Zukunft (Ja, wir haben das später in einem anderen Tempel auch ausprobiert).

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Als ich einen kleinen Kiosk sehe kann ich meine Freude kaum halten – die verkaufen tatsächlich eisgekühltes Soda-Wasser! Ich nehme natürlich sofort eine Flasche, um meinen Flüssigkeitsvorrat ersteinmal wieder aufzufüllen. Aber war es das jetzet schon? Den richtigen Golden Mount, die Spitze des Gebäudes, haben wir doch jetzet noch gar nicht gesehen! Eben… das viereckige Gebäude kann man einmal komplett umrunden und in einer der Ecken gibt es eine winzige, schmale Treppe, die noch weiter nach oben führt.

Und da ist er:

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Buddhistische Chants erfüllen die Luft, Plastikrasen umgibt die Chedi, in der sich eine Buddha Reliquie befinden soll. Die Atmosphäre da oben ist einzigartig und es fiel mir sehr schwer irgendwann wieder hinabzusteigen. Es ist so entspannend da oben, so meditativ, dass es mir nicht schwer fällt zu verstehen, warum so viele diesen Tempel als etwas ganz besonderes ansehen.

– Eure Weltenbummlerin ♥

P.S.: Lasst euch nicht veralbern: Schlepper versuchen Touristen vor dem Haupteingang abzufangen und behaupten, dass der Tempel heute geschlossen habe. Sie wollen euch eine teure Tuk-Tuk Tour zu anderen Tempeln verkaufen, die nicht selten in irgendwelchen dubiosen Geschäften endet. Also entweder einen Nebeneinagng nehmen, oder lächeln und weitergehen. Schließlich soll euer Urlaub ja ein schönes Erlebnis werden!

Öffnungszeiten:
täglich, 8:00-17:00 Uhr
Eintritsspreis:
20 Baht (ca. 50 Cent) pro Person
Anreise:
Da diese Anlage im historischen Zentrum liegt, sind Skytrain und U-Bahn weit entfernt.
Bus oder Taxi (Empfehlung: Eher Taxi) sind die sinnvollere Variante!

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