Die Marienbrücke in Schwangau – oder: Hilfe die Japaner kommen!

Kaum aus dem Kamikatze-Bus ausgestiegen und zur Orientierung ein paar Mal im Kreis gedreht ging es einen kleinen Anstieg hinauf Richtung Marienbrücke, von der man (im Normalfall) einen wunderschönen Ausblick auf Schloss Neuschwanstein erschaschen kann. Während wir leicht schnaufend und vor Kälte zitternd unseren Weg fortsetzten, merkten wir, dass uns eine nicht gerade kleine japanische Reisegruppe folgte. Leichte Hektik brach aus: Wir müssen schnell sein. Nicht, dass wir nachher nur Japaner auf all unseren Fotos haben!

Die  Marienbrücke wurde von König Ludwig II. erbaut, ebenso wie Schloss Neuschwanstein. Schon als Kind begeisterte er sich für die Natur rund um sein Zuhause Hohenschwangau, so auch für den Wasserfall in der Pöllatschlucht. Zunächst eine Holzkonstruktion ersetzte er die Brücke im Zuge der Arbeiten an Schloss Neuschwanstein durch die freitragende Eisenkonstruktion, die man noch heute sehen (und betreten) kann.

Es dauerte nicht enmal 5 Minuten, bis wir den ersten Blick auf die Marienbrücke werfen konnten:

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Nur 2 Touristen knipsten eifrig ihre Bilder. Schneller Abstieg zur Brücke um das beste Bild vom Schloss zu erschaschen… und …

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… Pustekuchen. Ich hatte mir das ganze etwas anders vorgestellt. Ob Japaner oder nicht, der Nebel war einfach undurchdringlich. Mehr als eine Silhouette war nicht zu sehen. Etwas enttäuscht knipste ich meine Bilder…

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… ein bisschen was mystisches hatte dieser Nebel ja, wie er an den Bergen und in den Schluchten hing. Etwas Gefallen konnte ich sogar an ihm finden. Aber schöner wäre es doch mit klarer Sicht gewesen. Doch dann klärte sich die Sicht zumindest ein bisschen auf:

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Ich versuche mich für das Bild richtig zu positionieren und mache ein paar Schritte zur Seite, achte dabei aber nicht so richtig auf den Boden. Und dann ist es auch schon passiert und ich habe mein Gleichgewicht verloren, als ich auf einem Metallträger ausgerutscht bin. Rudernd versuche ich mich auf den Beinen zu halten und lauter Japaner strecken ihre Hände nach mir aus. Zum Glück falle ich nicht hin. Ein Japaner mit Brille und Kamera in der Hand der mir am nächsten steht lächelt zaghaft und sagt: „Very high here.“ (Was die Situation auch nicht viel besser macht). Zu meiner Verteidigung, so sah der Boden aus:

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Ausrutschen ist da gar nicht so unwahrscheinlich!

Nachdem wir den Ausblick genossen haben, machen wir uns weiter auf de´n Weg zum Schloss, wobei wir die Menge an Japanern überwinden müssen, die mit Selfie-Sticks bewaffnet.

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Ein letzter Blick zurück: jetzt ist es gar nicht mehr so leer wie am Anfang.

– Eure Weltenbummlerin (immer noch heile) ♥

Hier findet ihr noch ein paar Infos zur Brücke und ihrer Lage.

1 Comment

  1. […] Straße, sodass er den Kutschen nicht in die Quere kommt und hält direkt beim Aussichtspunkt Marienbrücke. Von dort sind es noch ca: 600 Meter leicht bergab zum Eingang (10-15 Minuten). Ebenso wie die […]

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