2037 Meter – Besuch des Fellhorns

Der Wind pfeift uns schon an der Talstation um die Nase, als wir in die Fellhornbahn einstiegen, welche uns zunächst zur Station Schlappoldsee auf 1780 Metern bringen soll, ehe es weiter zur Gipfelstation auf 1967 Meter geht. Die Bahn ist ziemlich voll, da es recht früh ist und viele sich für die Auffahrt entscheiden.

An der Station Schlappoldsee steht die nächste Bahn so gut wie bereit, allerdings müssen wir noch etwas warten bis die Fahrt beginnt. Der Ausblick wird immer besser, nur die Sonne fehlt, sodass es etwas dunkel hier oben ist.

Als wir oben aussteigen empfiehlt uns einer der Mitarbeiter gleich die Naturaustellung auf zwei Etagen in der Bergstation – tatsächlich findet sich hier eine Sammlung von (unter anderem dreidimensionalen) Fotografien, welche die Landschaft hier oben über das ganze Jahr verteilt zeigt. Einen Film soll es auch geben, den haben wir uns allerdings nicht angeguckt. Die Bergstation ist von einer Terasse umgeben, auf welcher man bei besserem Wetter sicherlich sehr schön sitzen und eine Kleinigkeit essen kann…

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… wir wurden hier oben allerdings fast weggeweht, so stark war der Wind (und kalt). Das Bergpanorama war trotzdem wunderschön und hatte durch das Wetter etwas mystisches und nahezu düsteres…

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… wir haben überlegt auch hier auf den Gipfel zu steigen, schließlich trennen uns nur 70 Höhenmeter, ähnlich wie beim Walmendingerhorn, allerdings war das Wetter so gar nicht einladend… und auf einem der Schilder war der Weg zum Gipfel mit ca. 20-30 Minuten pro Wegstrecke angegeben… Die wunderschöne Natur, welche uns in der Ausstellung angepriesen wurde, war auch nicht zu entdecken, vielmehr waren auch hier wieder mehrere Arbeiter damit beschäftigt die Ski-Pisten für das Wintergeschäft vorzubereiten. Bei besserem Wetter kann man auch eine Wanderung hinüber zur Kanzelwandbahn unternehmen – Für Interessierte: hier kann man sich über mögliche Wanderungen im Gebiet informieren…

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… wir haben uns dann doch entschieden wieder nach unten zu fahren und es vielleicht lieber auf dem Söllereck zu probieren. Also wieder in die Station und warten auf die Fahrt zur Mittelstation. Und warten. Und warten…. Das Problem: Es ist einfach zu windig für die Bahn – sie muss in der Mittelstation warten bis der Wind etwas nachgelassen hat, ansonsten ist die Gefahr zu groß, dass sie gegen eine der Pfeiler knallt, welche die Seile der Bahn halten. Irgendwann kommt sie dann aber doch…

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… die Fahrt zur Mittelstation geht recht schnell. Ein paar der Mitarbeiter von oben fahren mit uns zur Station und blödeln die ganze Zeit miteinander rum (wichtig ist es anscheinend die Frage zu klären, wer von ihnen der Alpha Kevin ist). Einer von ihnen bietet uns an uns nochmal nach oben zu fahren, da wir noch ca. 15 Minuten in der Mittelstation auf die nächste Bahn warten müssten… wir lehnen dankend ab (Wer weiß, nachher kommen wir nicht mehr runter wenn es so windig bleibt). Während wir warten knistert plötzlich die Ansage und ein „Hey Keviiiiin“ schallt durch die Halle – zwei der Mitarbeiter, die gerade Kisten hin und her schleppen lachen laut und schütteln den Kopf. Man merkt, dass die Menschen hier wenigstens Spaß beim arbeiten haben.

Nach ca. 10 Minuten kommt die Bahn und wir können schon einsteigen. Es sind nicht viele die so schnell wieder runterwollen wie wir.

Als die Bahn sich in Bewegung setzt, steht unser Bahnführer immer wieder von seinem Platz auf und versucht mit dem Daumen in der Ferne maßzunehmen. Was er da macht? „Naja, wenn es so windig ist müssen wir gucken, dass wir nicht gegen die Pfeiler knallen. Also am besten halten sie sich fest… aber es ist nicht so schlimm wenn wir stehen bleiben, ich habe erst letzte Woche eine Schulung erhalten, wie man Fahrgäste abseilt.“

„Wie oft kommt denn so etwas vor?“, will ein älterer Mann wissen.

„Naja so einmal im Monat“, antwortet er.

„Nee ich meine nicht die Schulung, den Ernstfall meine ich.“

„Ja“, lächelt der Bahnfürer verschmitzt. „Einmal im Monat.“

Ich weiß, dass er nur scherzt, aber innerlich hoffe ich einfach, dass wir schnell wieder unten ankommen – das tun wir auch und wir knallen lediglich unten in der Talstation etwas gegen die Seitenwände, aber niemand droht Gefahr hinzufallen.

Soviel zu meinen Erfahrungen mit dem Fellhorn – ich muss sagen, dass es mir nicht so gut gefallen hat. Das Bergpanorama oben war ganz schön, aber der Wind und die Kälte haben mir einfach etwas zugesetzt. Am besten besucht ihr also das Fellhorn, wenn es etwas sonniger ist…

– Eure Weltenbummlerin♥

Preise Sommer
Berg- und Talfahrt
Erwachsene   27,50€
Jugendliche  20,50€
Kinder       11€
Bergfahrt
Erwachsene   21€
Jugendliche  16€
Kinder       8,50€
Talfahrt
Erwachsene   16,50€
Jugendliche  12,50€
Kinder       6,50€

Aktuelle Infos findet ihr hier.

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