Wandern in der Breitachklamm

Es regnet, es regnet die Erde wird nass – Und jetzt? Niemand wandert doch gerne auf den Bergen wenn es regnet… aber was kann man dann machen? Naja, zum Beispiel in die Breitachklamm steigen, denn da ist es auch bei bestem Wetter feucht, weshalb es keinen Unterschied macht im Regen hierher zu kommen (außer, dass die Wege vielleicht noch ein bisschen matschiger sind). Also – ab ins Auto und los geht’s!

Naja… fast… erstmal sind wir am Eingang vorbei gefahren und mussten noch mal kehrt machen…

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… diese Fahnen kennzeichnen (ganz unauffällig, deswegen haben wir es ja auch nicht gesehen) den Weg zur Klamm. Ich nehme hier gleich mal etwas vorweg, das uns erst später aufgefallen ist – Es gibt zwei Wege in die Klamm zu kommen (denn logischerweise hat sie zwei Seiten):

  • Weg Nummer 1: Von unten – man steigt quasi vom Tal aus in die Klamm. Der Weg vom Parkplatz zur Klamm ist nicht weit und ein weiterer positiver Aspekt ist, dass man auf dem Hinweg leicht bergauf läuft und auf dem Rückweg nur noch bergab. Sehr gut… wir haben natürlich nicht diesen Weg gewählt (Das wäre ja auch zu langweilig)
  • Weg Nummer 2: Von oben – man steigt erstmal 20-30 Minuten den Berg hinab, ehe man zum eigentlichen Eingang der Klamm kommt – und nachher steigt man den (streckenweise sehr steilen) Weg wieder nach oben… etwas positives hat das Ganze aber auch, da man einen Teil der Klamm sieht, zu dem man von der anderen Seite so keinen Zugang hat. Am Ende muss also jeder für sich selbst entscheiden welchen Weg er geht (und aus welchen Gründen).

Also steigen wir zur Kassenstation am Berg hinab, der Weg verläuft neben, bzw. über dem Fluss, welcher durch die Klamm fließt, immer direkt am Fels. Manchmal muss man regelrecht den Kopf einziehen, um nicht mit den überstehenden Felsvorsprüngen zu kollidieren. Das Wasser wechselt je nach Untergrund die Farbe – von einem rostigen Braun bis zum tiefen Türkis. Und dann sind da immer wieder noch die riesigen Felsbrocken, an welchen sich der Fluss bricht…

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… je näher wir dem Eingang kommen, desto mehr Menschen begegnen wir. Anscheinend sind wir nicht die Einzigen, die bei Regen auf die Idee gekommen sind eine Klamm zu besuchen. Nachdem wir das Kassenhäusschen passiert haben geht es eine Steile Treppe nach unten. Die Menschen stauen sich regelrecht auf den schmalen Wegen. Neben uns rauscht das Wasser in der Tiefe…

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… der Regen lässt das Grün um uns erstrahlen und an vielen Stellen hat der Herbst die Bäume schon verfärbt und in ein schönes Rostrot oder Gelb getaucht…

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… an einigen Stellen ist die Klamm flach und der Fluss fließt ruhig vor sich hin, an anderen Stellen berühren sich die Felsen fast über unseren Köpfen und das Wasser ist so tief, dass man den Grund fast nicht erkennen kann…

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… ein Naturschauspiel der extra Klasse. Über 300.000 Besucher strömen jährlich seit 1905 hierher, um sich dieses Schöpferwerk anzuschauen…

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… wem das „einfache“ Wandern durch den Wald zu langweilig ist, dem kann ich das Wandern in der Breitachklamm nur empfehlen. Man kommt aus dem Staunen (und in meinem Fall auch fotografieren) gar nicht mehr raus…

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… ein ganz kurzer Teil des Weges verläuft sogar durch den Berg hindurch. Fast 20 Mann schufen in einem Jahr ab 1904 diesen Wanderweg durch die Klamm  (Neben Schaufeln natürlich auch mit Dynamit)…

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… für mich hätte der Weg noch viel weiter gehen können, aber im Tal trudelte sich die Klamm in ein flaches Flussbett aus. Auf dem gleichen Weg ging es dann wieder durch die Klamm zurück. Hier könnt ihr euch aber auch über Rundwanderwege und andere mögliche Touren durch und um die Klamm informieren.

Ich kann euch einen Besuch nur empfehlen!

– Eure Weltenbummlerin ♥

Eintrittspreise
Erwachsene  4€
Kinder      1,50€
ACHTUNG: Kartenzahlung nicht möglich!

Öffnungszeiten
Sommer     ab 9 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr (Schließung 18 Uhr)
Winter     ab 9 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr (Schließung 17 Uhr)

Hier findet ihr aktuelle Infos!

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